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Was können Sie tun?
Aktuell:
Kritik
am Ochsenrennen in Rodenkirchen im Juli 2010
- Sagen Sie uns Bescheid, wenn in
Ihrer Gegend ein Ochsenrennen stattfinden soll. Wir werden versuchen,
uns die Veranstaltung anzuschauen.
- Natürlich können Sie
auch selbst hingehen und Film- und Fotoaufnahmen machen und uns zukommen
lassen.
- Schreiben Sie Leserbriefe an Zeitungen,
die diese Veranstaltungen ankündigen und stellen Sie hervor,
dass Ochsenrennen für die Tiere eben keine "Gaudi"
sind.
- Nehmen Sie Einfluss auf Vereine
oder sonstige Verantwortliche in Ihrem Ort, die ein Ochsenrennen veranstalten
wollen und überzeugen Sie diese, lieber einen Event ohne lebende
Tiere zu buchen.
- Protestieren Sie beim für
Tierschutz zuständigen Ministerium gegen diese Veranstaltungen
und fordern Sie ein Verbot:
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt,
Gesundheit und Verbraucherschutz
Referat 45
Postfach 810140
D-81901 München
Telefax: (0 89) 92 14-22 66
E-Mail: poststelle@stmugv.bayern.de
Ein Schreiben könnte so aussehen:
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Sehr geehrte
Damen und Herren,
mit Besorgnis beobachte ich
die letzten Jahre, dass Ochsenrennen in Bayern stark zunehmen
und auf immer mehr Veranstaltungen zur Belustigung des Publikums
veranstaltet werden.
Ochsen sind sanftmütige
ruhige Tiere die sich nicht von alleine in Bewegung setzen.
Es bedarf fragwürdiger Hilfsmittel, um die Tiere in Gang
zu bekommen. Schon mehrmals beobachtet, kommt dabei nicht nur
die Stimme zum Einsatz, sondern es wird mit der Hand oder Stöcken
auf die Tiere eingeschlagen.
Die Tiere befinden sich in
einer ungewohnten Umgebung, umgeben von grölenden Menschen
oder lauter Musik. Auf vergangenen Veranstaltungen konnte häufig
beobachtet werden, dass die Tiere Durchfall haben ein deutliches
Zeichen von Stress.
Die Tiere müssen häufig
lange Wege auf sich nehmen um den Veranstaltungsort zu erreichen.
Dieser Transport stellt eine zusätzliche Belastung für
die Tiere dar.
Wettkämpfe dieses Typs
tragen dazu bei, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, die
Instrumentalisierung von Tieren als gesellschaftlich tolerierbar
erscheinen zu lassen. Dies entspricht jedoch nicht den Vorstellungen
der Allgemeinheit, was sich auch daran zeigt, dass seit 1990 im
Bürgerlichen Gesetzbuch ausdrücklich bestimmt ist, dass
Tiere nicht mehr als Sachen anzusehen sind (§ 90a).
Bullenreiten ist in Bayern
seit Sommer 2006 verboten. Das Verbot sollte eigentlich auch für
das Reiten von Ochsen gelten, da es sich in beiden Fällen
um Rinder handelt. Wie beim Bullenreiten im Rahmen von Rodeoveranstaltungen
bekommt der Ochse einen Haltegurt für den Reiter umgeschnürt.
Einziger Unterschied ist das Fehlen des Flankengurts beim Ochsenrennen.
Dafür werden die Ochsen mit Stöcken traktiert. Diese
Art der Veranstaltung kann also keineswegs als tierfreundlicher
gelten.
Aus diesem Grund bitte ich
Sie inständig, dieser Tierquälerei ein Ende zu setzen.
Es muss ein Verbot für Ochsenrennen welche in Wahrheit
Ochsenreiten sind - geben.
Mit freundlichen Grüßen
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Aktuell:
Kritik am Ochsenrennen in Rodenkirchen im Juli
2010
Vom 16.-18. Juli 2010 sollen in Rodenkirchen,
Landkreis Wesermarsch in Niedersachsen, erneut Ochsenrennen stattfinden.
Dies ist nach unserer Meinung ein makabrer Werbefeldzug der regionalen
Fleischindustrie.
Es ist fraglich, ob diese Art der Unterhaltung
bei unserem heutigen Tierschutzverständnis überhaupt erwünscht
und zu rechtfertigen ist. Kinder lernen davon, dass man ein Tier einfach
so für Unterhaltungszwecke heranziehen darf.
Nicht ohne Grund sind Rinder in unseren Breiten
nicht offiziell als Reittiere anerkannt. Ihr natürliches Abwehrverhalten
und ihre Angst werden instrumentalisiert, um den Gaudi-Faktor beim Publikum
in die Höhe zu treiben.
Rechtfertigt "Gaudi" das Leiden der
Tiere? Unserer Meinung nach nicht.
Wer auch dieser Ansicht ist und dies den Genehmigungsbehörden
mitteilen möchte, kann das unter den nachfolgenden Anschriften
tun.
Vielleicht hätte man es den Veranstaltern
beim ersten Ochsenrennen im Jahr 2008 mit strengeren Auflagen schwerer
machen und sie somit von der Wiederholung abbringen können?
Anschriften:
Veterinäramt
Landkreis Wesermarsch
Veterinäramt
z. Hd. Herrn Dr. Hans-Dieter Gahren
Poggenburger Straße 15
D-26919 Brake
E-Mail: Hans-Dieter.Gahren@lkbra.de
Zweckverband Veterinäramt JadeWeser
(Zusammenschluss diverser Veterinäramter der Region)
Olympiastr. 1
Gebäude 6a
D-26419 Schortens
E-Mail: veterinaeramt@jade-weser.de
Niedersächsisches Ministerium für
Ernährung, Landwirtschaft,
Verbraucherschutz und Landesentwicklung
Referat 204 - Tierschutz
Calenberger Str. 2
D-30169 Hannover
E-Mail: poststelle@ml.niedersachsen.de
Protest gegen
zwei Ochsenrennen in Bayern am Faschingssonntag 2010
Am 14.02.2010 wird es sowohl in Rottau (Gemeinde
Grassau, Landkreis Traunstein) als auch in Wildenwart (Gemeinde Frasdorf,
Landkreis Rosenheim) ein Ochsenrennen geben.
Auf keinen Fall hier kann der Begriff der "Tradition"
als Rechtfertigung angeführt werden. Ochsenrennen im Winter sind
uns bisher nicht bekannt. Es vielmehr einzig und allein um eine "Gaudi",
bei der das Leiden der Ochsen vollkommen ignoriert wird.
Bitte protestieren Sie bei den für die Genehmigung
zuständigen Behörden:
- Ochsenrennen in Rottau:
Landratsamt Traunstein
Ludwig-Thoma-Str. 2
83278 Traunstein
Fax: 0861 58-461
Dr. Wolfgang Käsweber, E-Mail: wolfgang.kaesweber@lra-ts.bayern.de
- Ochsenrennen in Wildenwart:
Landratsamt Rosenheim
Staatliches Veterinäramt
Am Klafferer 3
83043 Bad Aibling
Fax: 08061 49783-22
E-Mail: vetamt@lra-rosenheim.de
- für beide Ochsenrennen:
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit
Rosenkavalierplatz 2,
81925 München
Fax: 089 9214-2266
E-Mail: poststelle@stmug.bayern.de
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