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Sehr geehrte
Damen und Herren,
mit Besorgnis beobachte ich
die letzten Jahre, dass Ochsenrennen in Bayern stark zunehmen
und auf immer mehr Veranstaltungen zur Belustigung des Publikums
veranstaltet werden.
Ochsen sind sanftmütige
ruhige Tiere die sich nicht von alleine in Bewegung setzen.
Es bedarf fragwürdiger Hilfsmittel, um die Tiere in Gang
zu bekommen. Schon mehrmals beobachtet, kommt dabei nicht nur
die Stimme zum Einsatz, sondern es wird mit der Hand oder Stöcken
auf die Tiere eingeschlagen.
Die Tiere befinden sich in
einer ungewohnten Umgebung, umgeben von grölenden Menschen
oder lauter Musik. Auf vergangenen Veranstaltungen konnte häufig
beobachtet werden, dass die Tiere Durchfall haben ein deutliches
Zeichen von Stress.
Die Tiere müssen häufig
lange Wege auf sich nehmen um den Veranstaltungsort zu erreichen.
Dieser Transport stellt eine zusätzliche Belastung für
die Tiere dar.
Wettkämpfe dieses Typs
tragen dazu bei, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, die
Instrumentalisierung von Tieren als gesellschaftlich tolerierbar
erscheinen zu lassen. Dies entspricht jedoch nicht den Vorstellungen
der Allgemeinheit, was sich auch daran zeigt, dass seit 1990 im
Bürgerlichen Gesetzbuch ausdrücklich bestimmt ist, dass
Tiere nicht mehr als Sachen anzusehen sind (§ 90a).
Bullenreiten ist in Bayern
seit Sommer 2006 verboten. Das Verbot sollte eigentlich auch für
das Reiten von Ochsen gelten, da es sich in beiden Fällen
um Rinder handelt. Wie beim Bullenreiten im Rahmen von Rodeoveranstaltungen
bekommt der Ochse einen Haltegurt für den Reiter umgeschnürt.
Einziger Unterschied ist das Fehlen des Flankengurts beim Ochsenrennen.
Dafür werden die Ochsen mit Stöcken traktiert. Diese
Art der Veranstaltung kann also keineswegs als tierfreundlicher
gelten.
Aus diesem Grund bitte ich
Sie inständig, dieser Tierquälerei ein Ende zu setzen.
Es muss ein Verbot für Ochsenrennen welche in Wahrheit
Ochsenreiten sind - geben.
Mit freundlichen Grüßen
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