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Pressemitteilungen Schwere Kritik am "Ersten großen Ochsenrennen" Das "Erste große Ochsenrennen" des Reit- und Fahrvereins Illertissen, das am 20.05.07 stattfand, stieß bei der bayrischen Tierschutzorganisation "animal 2ooo - Menschen für Tierrechte Bayern e.V." auf wenig Verständnis. Sie behalten sich rechtliche Schritte gegen die Verantwortlichen sowie das zuständige Veterinäramt vor. Vertreter der Organisation machten sich vor Ort ein Bild von der Veranstaltung und mussten mit ansehen, wie die Ochsen mit einem Stock schmerzhaft auf die Nase geschlagen wurden, wenn sie vor Startbeginn panische Ausreißversuche machten. Einmal zerbrach sogar ein Stock dabei. Die Angst der Rinder machte sich auch durch Durchfall bemerkbar, an dem einige der Tiere litten. Ein kleinerer Ochse, der zum ersten Mal teilnahm, blieb plötzlich wie gelähmt vor Angst stehen. Er zitterte stark und es sah aus, als würde er zusammenbrechen. Er stand offensichtlich unter enormem Stress und hätte nicht zum Rennen zugelassen werden dürfen. Außerdem kam es zum schmerzhaften Verdrehen des Schwanzes in mindestens einem Fall, wenn die Tiere beim Rennen stehen blieben. In Bayern besteht seit Sommer 2006
ein Verbot des Bullenreitens, welches nach Einschätzung der Tierrechtler
analog auch für Ochsenreiten gilt, auch wenn dieses fälschlicherweise
als "Ochsenrennen" deklariert wird. Wie beim vom Rodeo bekannten
Bullenreiten wird den Ochsen eine Haltevorrichtung für Reiter umgeschnallt.
Die zunehmende Tendenz, bei örtlichen Veranstaltungen in Bayern
Ochsenrennen zu veranstalten, betrachten die Rinder sind keine offiziell anerkannten Reittiere. Was in Illertissen stattfand, sollte wohl eine "Gaudi" sein. Eine "Gaudi" ist kein "vernünftiger Grund" im Sinne des Tierschutzgesetzes. Ein Tier sollte nicht für diesen Zweck verhöhnt und missbraucht werden. Mechthild Mench, stellv. Vorsitzende animal 2ooo - Menschen für Tierrechte Bayern e.V.: "Veranstaltungen wie Ochsenrennen geben gerade Kindern ein ganz schlechtes Beispiel für den Umgang mit Tieren. Sie lernen dadurch, dass es in Ordnung ist, ein Tier wie einen Gegenstand und als bloßes Mittel zum Zweck zu gebrauchen. Derartige Veranstaltungen sind vollkommen inakzeptabel und hätten von einem Reitverein, der als seriös gelten möchte, nicht durchgeführt werden sollen." (Pressemitteilung vom 21.05.07)
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"Wann
wird es dahin kommen, dass die öffentliche Meinung keine
Volksbelustigungen mehr duldet, die in Misshandlung von Tieren bestehen?" - Albert Schweitzer - |